In den vergangenen Jahren zogen immer mehr Menschen in die Städte. Doch der Trend kehrt sich um. Dank der Digitalisierung wird das Land wieder attraktiver: Ob ärztliche Versorgung, Einkaufen oder die Arbeit – alles lässt sich auch online erledigen.

Unternehmen fehlen in ländlichen Regionen die Auszubildenden. Supermärkte, Ärzte, Post- und Bankfilialen schließen auf den Dörfern. Doch die Digitalisierung könnte den Trend bald umkehren. In einer Umfrage, die der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) durchgeführt hat, schätzten 84 Prozent der befragten Unternehmen, dass die Digitalisierung den ländlichen Raum als Wohn- und Arbeitsort aufwertet. Laut der Studie „Zukunft des Wohnens“ des Zukunftsinstituts ziehen erstmals seit 20 Jahren mehr Menschen aus den Städten weg als zuziehen. Dieser Trend soll sich in Zukunft noch verstärken.

Lebensbereiche wie Konsum, Unterhaltung, Bildung, Wirtschaft, Politik oder Medizin verlagern sich mehr und mehr ins Internet. Dass auch Lebensmittel online bestellt und in kurzer Zeit bis an die Haustür geliefert werden, zeigt, in welche Richtung die Entwicklung geht. Auch wenn die kleinen Supermärkte in den Dörfern schließen, ist durch die Digitalisierung die Versorgung der Dörfer kein Problem. Obwohl gegenwärtig vielleicht noch nicht die entlegensten Orte beliefert werden, könnte das durch den Einsatz von Drohnen in Zukunft der Fall sein.

Wo der Arzt nicht gleich um die Ecke ist, sorgt auch die Digitalisierung dafür, dass die medizinische Versorgung gewährleistet wird. Fahrdienste können per App so gebucht werden, wie man sie benötigt, und man wird direkt zuhause abgeholt. Jetzt kommt noch ein Fahrer, aber in einigen Jahren werden wir womöglich von autonomen Autos abgeholt. Zudem gibt es schon jetzt erste ärztliche Angebote, die sich mit Telemedizin befassen: Bei einem Modellprojekt in Baden-Württemberg behandeln Ärzte Patienten online. Rezept und Krankschreibung erhält man dann per Email. Lange Fahrten und Wartezeiten gibt es dann nicht mehr.

Auch der Bereich Arbeit verändert sich durch die Digitalisierung. In Zukunft wird das Arbeiten deutlich dezentralisierter sein. Das heißt: Arbeiter müssen bald nicht mehr in die Fabrik oder ins Büro. Die Produktion läuft automatisch und der Mensch überwacht diese nur noch. Dazu muss er nicht mehr vor Ort sein. Theoretisch kann in jedem Dorf produziert und gearbeitet werden. Die Arbeit kann von Zuhause oder aus dem Café erledigt werden.

Voraussetzung für all das ist natürlich, dass flächendeckend in ganz Deutschland schnelles Internet zur Verfügung steht. Die in der VKU-Umfrage befragten Unternehmen glauben aber, dass die Digitalisierung durchaus helfen kann, das Abwandern aus ländlichen Regionen zu stoppen, Arbeitsplätze auf das Land zurückzuholen und dafür zu sorgen, dass fernab der Metropolen Menschen auch im Alter möglichst lange unabhängig bleiben.

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Foto: Droidworker

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